• Geschichte des Projektes

    Armut in Huancabamba

     

    Hugo Fernández und Rolf Schlegel

     

    der Vorplatz vor dem Ausbau

    Unvorstellbare Armut, Hunger, katastrophale hygienische Verhältnisse, fehlende Bildung und Gewalt kennzeichnen oft die „normalen“ Lebensumstände vieler Kinder in den Elendsvierteln von Peru.

    Diesen Kindern eine Lebensperspektive durch Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, das hat sich der Verein „Peru-Aktion e.V.“ zum Ziel gesetzt.

    1989 bildete sich diese Gruppe, deren Mitglieder sich darum kümmern, finanzielle Mittel aufzutreiben, um den jungen Menschen in Peru durch eine verlässliche Betreuung und eine fundierte Ausbildung helfen zu können.

    Die Peru-Aktion entstand aus der persönlichen Freundschaft zwischen dem deutschen Lehrer Rolf Schlegel und seinem peruanischen Partner Hugo Fernández. Rolf Schlegel gehörte zu den Experten, die vom Deutschen Auswärtigen Amt 1976 zur Unterstützung der peruanischen Erziehungsreform nach Lima entsandt worden waren. Dort traf er auf den Pädagogen Hugo Fernández. Beiden lag die Situation der chancenlosen Kinder armer Familien am Herzen, und sie beschlossen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

    Sie kauften 1987 mit Hilfe von Spendengeldern die alte Hazienda Yanachaga im Bergurwald von Peru und gründeten dort das Sozialprojekt PROSOYA (PRograma SOcial YAnachaga) für bedürftige Jugendliche, die zunächst aus Lima kamen. 1875 war dieses Anwesen von der deutschen Auswandererfamilie Böttger erbaut und bewirtschaftet worden. Nachdem im Laufe der Jahre der Ertrag zurückgegangen war, hatten die Nachfahren kein Interesse mehr und stellten die Hazienda zu Verkauf.

    Hugo Fernández, der frühere Partner von Rolf Schlegel im peruanischen Erziehungsministerium, übernahm gleich nach dem Kauf der alten Hazienda die Leitung des Projektes und setzte nach und nach das vereinbarte Programm um.

    Die seit 1989 bestehende deutsche Gruppe Peru-Aktion e.V. mit inzwischen mehr als 70 Mitgliedern kümmert sich nach wie vor darum, die finanziellen Mittel für den Bedarf vom Centro Yanachaga  (ehem.  PROSOYA) aufzutreiben. Im Laufe der Zeit wurde ein vielfältiger Spenderkreis aufgebaut. Viele Privatpersonen, Schulen, Kirchengemeinden und ‚Eine Welt‘ Gruppen unterstützen das Projekt mit regelmäßigen Spenden. Dazu kommen immer mehr Freunde, die sich bereit erklärt haben, Patenschaften für Schüler oder Mitarbeiter zu übernehmen. Sie zahlen einen monatlichen Betrag von mindestens 30 €. Dieses Geld wird zur Finanzierung von Unterkunft und Verpflegung eingesetzt. Außerdem bekommen die Jugendlichen ein kleines Taschengeld, mit dem sie Dinge des persönlichen Bedarfs kaufen können.