• Universitäre Ausbildung

    In Peru wurde im Jahr 1551 mit der Universidad Nacional de San Marcos in Lima die älteste Universität Amerikas gegründet. Inzwischen gibt es im Land über 70 Hochschulen. Zur einen Hälfte handelt es sich um staatliche Hochschulen, zur anderen Hälfte um Einrichtungen unter privater Trägerschaft. Die meisten von ihnen befinden sich in Perus Hauptstadt Lima.

    Die einzelnen Hochschulen unterscheiden sich erheblich in ihren Studienangeboten: Einige weisen ein breites Spektrum an Fächern auf, während andere auf bestimmte Studienrichtungen spezialisiert sind, wie die technischen Hochschulen, die Lehrerkollegs und die theologischen Seminare.

    Unter den 30 Millionen Peruanern gibt es etwa 810.000 Studenten. Ein Studium an den Privathochschulen können sich in Peru hauptsächlich nur wohlhabende Einheimische und internationale Bewerber leisten. Die staatlichen Hochschulen, die Universidades Nacionales, erheben üblicherweise niedrigere Studiengebühren und die Studentenschaft ist hier bunter gemischt.

    Leider weist Peru insbesondere in den ländlichen Regionen und städtischen Randbezirken eine hohe Armutsquote auf. Eine universitäre Bildung können sich viele Einheimische nicht leisten. In der Vergangenheit kam es aufgrund der Bildungssituation und staatlicher Sparmaßnahmen immer wieder zu Studentenprotesten, die den Hochschulbetrieb zeitweilig lahmlegten.

    Womöglich auch als Reaktion auf die Proteste rief die peruanische Regierung vor kurzem ein staatliches Evaluationssystem zur Akkreditierung der Hochschulen und ihrer Programme ins Leben: Das Sistema Nacional de Calidad, Evaluación y Certificación (SINEACE). Dass diese Institution noch jung ist, zeigt sich an der noch immer sehr unterschiedlichen Studienqualität der einzelnen Hochschulen – unabhängig davon, ob es sich um staatliche oder private Institutionen handelt.