• Herkunft unserer Jugendlichen

    Bettelarm!

    Wohnhaus einer ganzen Familie

    Unsere Schüler und Schülerinnen kommen aus entlegenen Dörfern in den umliegenden Regionen des Departaments Pasco. Die meistens Familien leben auf engstem Raum in ärmlichen Hütten und sind sehr oft nicht komplett: Die Mütter bekommen sehr früh die ersten Kinder, vielfach wird gar nicht erst geheiratet, der Vater bleibt dann nur ein paar Jahre bei der Mutter und zieht dann seiner Wege. Um zu überleben muss die Mutter und oft auch die Kinder arbeiten, in der Regel in der Landwirtschaft. Sie wird dann vielleicht unterstützt von der Oma (die berühmte und viel genannte „abuelita“).. Die Mutter sucht sich einen neuen Partner, der wiederum Kinder haben, mit den vorhandenen Kinder der Frau aber nichts zu tun haben will. Das führt dazu, dass viele Kinder schon in jungen Jahren das Elternhaus verlassen müssen. Mit etwas Glück dürfen sie bei der abuelita oder bei Onkeln und Tanten wohnen.

    In Peru besteht eine 11-jährige Schulpflicht und in fast allen Dörfern gibt es heute Primarschulen. Die weiterführenden Sekundarschulen befinden sich aber oft nur in weit entfernten größeren Kommunen. Manche unserer Schüler oder Schülerinnen waren es gewohnt, auf Berpfaden mehr als 5-6 Stunden am Tag zur Schule und zurück durch den Urwald zu laufen.